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Meldung:

Langenfeld, 10. Juni 2018

Starkregenereignisse und Hochwasserschutz

Antrag gemäß GO des Rates
Sehr geehrter Herr Loer,

im Namen der SPD-Fraktion bitten wir Sie, folgenden Antrag in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses beraten und abstimmen zu lassen:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen ausführlichen Bericht über die Auswirkungen der Starkregenereignisse vom 29.05.2018, 01.06.2018 und 09.06.2018 für die Sitzung am 06.09.2018 zu erstellen.

Insbesondere soll detailliert dargestellt werden,
• an welchen lokalen Stellen es im Stadtgebiet besondere
Hochwasserlagen und Schadenseintritte z. B. durch vollgelaufene
Keller gegeben hat und worin die genauen Ursachen (neuralgische
Zwangspunkte) begründet sind.
• welche Einsatzmittel von Feuerwehr, DRK, Betriebshof und
privater Wirtschaft in welchem Umfang zur Hilfeleistung
angefordert wurden.
• wie hoch die Einsatzkosten und entstandenen Schäden insgesamt
eingeschätzt werden.


2. Die Verwaltung soll ferner aufzeigen, welche zusätzlichen Vorkehrungen für schwere Unwetterlagen bisher getroffen wurden bzw. infolge der jetzigen Erfahrung zukünftig empfohlen werden.

Insbesondere soll detailliert dargestellt werden,
• ob es ein Frühwarnsystem an unseren Bächen zur
Pegelstandsmessung und echtzeitig Alarmierung der
Rettungskette gibt bzw. wenn nicht, wie eine radar- und
filmgestützte Installation im Stadtgebiet – wie bei der Stadt Bonn –
eingesetzt werden könnte und welche Investitionskosten hier
entstehen würden.
• inwiefern die Feuerwehr Sandsackreserven bzw. Systeme des
mobilen Hochwas-serschutzes (z. B. Hydrosack/Hydrosnake,
Floodtube/Floodbag) vorhält und wie schnell diese zu Einsätzen
verlegt werden können bzw. wenn nicht, wie man dies zukünftig
sicherstellen kann und welche Investitionskosten hier entstehen
würden.
• ob der Fuhrpark und die Technik der gewählten Einsatzmittel von
Feuerwehr, DRK, Betriebshof als tatsächlich ausreichend
eingeschätzt werden oder inwiefern eine Anschaffung bspw. eines
GW-L (Hochwasserschutz) bzw. zusätzlicher Hochleistungs-
pumpen sinnvoll erscheint und welche Investitionskosten hier
entstehen würden.
• ob es eine Rufbereitschaft wie beim Winterdienstes auch für
schwere Unwetterlagen gibt und wenn nicht, wie man diese
zukünftig einrichten kann.

3. Die Verwaltung soll in Folge der steigenden Risiken des Klimawandels, die Leis-tungsfähigkeit unseres Kanalsystems und der überörtlichen Wasserwirtschaft (Bäche, Gräben) dringend untersuchen und abschließend anhand eines Maßnahmenkataloges aufzeigen, an welchen neuralgischen Punkten die Stadt besonders verwundbar ist und wie man alternative Entlastungsmaßnahmen und bauliche Vorkehrungen zur Schadensvermeidung treffen kann.

Insbesondere soll detailliert dargestellt werden,
• ob und wie man bspw. über die Abwassergebühren der
gestiegenen Boden-/Flächenversiegelung entgegenwirken kann,
um eine höhere Aufnahme von Niederschlagswasser auf den
privaten Grundstücken und Gewerbefläche zu gewährleisten.
• ob und wie man durch Eingriffe in der Kanalisation und
Wasserwirtschaft zusätzliche bauliche Entlastungsmaßnahmen
ergreifen kann, bspw. Schaffung zusätzlicher Regenrückhalte-
bzw. Entlastungsbecken für Bäche, intelligente Steuerung des
Wasserabflusses von Regenrückhaltebecken, Veränderungen von
Querschnitten von Durchlässen bzw. Erneuerung von
Kanalisationsabschnitten.
• ob und wie man die Pflege (Grünschnitt, Entfernung von Treib-
gut/Schwemmkörpern) und Reinigung (Überwachung und
Druckspülung) unserer Kanalisation und der Wasserwirtschaft
sicherstellt.
• ob und wie man in geeigneter Form einen Kanalzustandsbericht
aufstellen kann, um das nicht sichtbare Anlagekapital des
Langenfelder Haushaltes qualitativ beurteilen zu können.

Begründung:
Wiederholt wurde Langenfeld von Unwetterereignissen getroffen, deren Schadenseintritte und massiven Auswirkungen immer häufiger sichtbar werden und somit dringend analysiert werden müssen. In Zukunft muss man sich aus unserer Sicht mit dem vermehrten, regelmä-ßigen Eintreten punktueller witterungsbedingter Schadenslagen auseinandersetzen und daher bitten wir um eine fokussierte fachliche und politische Beratung, um Langenfeld zukünftig optimierter und strategischer, statt reaktiver aufzustellen.



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